Standards · Wi-Fi-Zugangsdaten-QR

Ist dieser Wi-Fi-QR-Code sicher zu scannen?

Ein Wi-Fi-QR verbindet Ihr Telefon mit dem Netzwerk, dessen Name im Code steht – Punkt. Die Gefahr liegt nicht im QR-Format selbst (es ist standardisiert und für sich harmlos), sondern im SSID. Ein QR mit einem Namen wie "Starbucks-WiFi-Free" könnte Sie plausibel zu einem gefälschten Hotspot auf dem Parkplatz leiten. Der Schutz: den Netzwerknamen lesen, BEVOR Sie auf "Verbinden" tippen.

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Wie sieht das Format aus

Der Standard ist das WIFI:-URI-Schema, ursprünglich vom ZXing-Projekt eingeführt und von der Wi-Fi Alliance übernommen. Ein vollständiger Payload sieht so aus:

WIFI:T:WPA2;S:CafeWiFi;P:hunter2;H:false;;

Die Felder sind Schlüssel-Wert-Paare, getrennt durch Semikolons. Jede moderne Smartphone-Kamera-App erkennt dieses Format und fordert zum Beitreten des Netzwerks auf.

Für WPA2-Enterprise (Firmen- oder Campus-WLAN) erweitert sich das Format um drei weitere Felder: EAP-Methode (PEAP / TLS / TTLS), Identität (Ihr Benutzername), Anonymous Identity (die äußere EAP-Identität) und Phase-2-Authentifizierungsmethode.

Feld für Feld

T, Sicherheitstyp

WPA, WPA2, WPA3, WEP oder nopass (offen). WEP ist gebrochen; moderne Telefone verweigern möglicherweise die Verbindung. nopass bedeutet, das Netz ist offen ohne Verschlüsselung auf der Verbindungsschicht.

S, SSID (Netzwerkname)

Der Netzwerkname, den Ihr Telefon nach der Verbindung anzeigt. Das wichtigste Feld zum Prüfen. Vergleichen Sie ihn mit dem, was der Betreiber in Print oder auf Schildern ausweist.

P, Passwort

Der Pre-Shared-Key für WPA-Netzwerke. Fehlt bei nopass.

H, verstecktes Netzwerk

true, wenn das Netzwerk seine SSID nicht ausstrahlt. Versteckte Netze müssen aktiv gesucht werden; sie sind nicht grundsätzlich sicherer, oft sogar weniger.

E, EAP-Methode (Enterprise)

Für WPA2/3-Enterprise-Netzwerke: PEAP, TLS, TTLS, PWD. Bestimmt, wie sich Ihr Telefon beim Authentifizierungsserver des Netzes ausweist.

I, Identität (Enterprise)

Ihr Benutzername im Enterprise-Netzwerk. Manche Betreiber kodieren eine Gastidentität; Firmennetzwerke erwarten Ihren echten Benutzernamen.

A, Anonyme Identität (Enterprise)

Die beim EAP-Handshake sichtbare äußere Identität. Aus Datenschutzgründen genutzt – die echte Identität ist innerhalb des Tunnels verschlüsselt.

PH2, Phase-2-Methode (Enterprise)

Für TTLS / PEAP: die Authentifizierungsmethode im inneren Tunnel, üblicherweise MSCHAPV2.

Der Evil-Twin-Angriff

So läuft es ab:

  1. Der Angreifer richtet in der Nähe eines Zielorts – Café, Flughafen-Gate, Hotellobby, Konferenzzentrum – einen Wi-Fi-Router (oder ein Telefon im Hotspot-Modus) ein.
  2. Er konfiguriert den SSID so, dass er dem Netzwerk des Betreibers entspricht oder ähnelt: Starbucks_WiFi_2, FREE_AIRPORT_WIFI, HotelGuests_5G.
  3. Er druckt einen QR für dieses gefälschte Netz und klebt ihn an eine glaubwürdige Stelle – unter eine Tischkante, neben eine Steckdose, an ein Fenster.
  4. Sie scannen, Ihr Telefon verbindet sich mit seinem Hotspot. Der Angreifer leitet Ihren Datenverkehr ans echte Internet weiter, sodass nichts kaputt wirkt – er sieht aber jeden HTTPS-Handshake-SNI-Hostnamen (welche Seiten Sie besuchen), jede DNS-Anfrage und jeden unverschlüsselten Datenverkehr.

Moderne Apps verwenden HTTPS, sodass Zugangsdaten und Inhalte verschlüsselt sind. Aber:

Unser Scanner kennzeichnet SSIDs, die hochwertigen Markenzielen ähneln – bekannte Markennamen mit dekodiertem Confusable-Check – als verdächtig, damit Sie den Netzwerknamen vor dem Beitreten noch einmal prüfen.

Was unser Scanner Ihnen zeigt

Wi-Fi-QR (Bild, Paste oder Kamera) in unseren Scanner laden. Das Ergebnis zeigt:

Der Scanner läuft in Ihrem Browser; nur der dekodierte Text erreicht unseren Server für die Sicherheitsprüfung, nicht das Bild.

Bevor Sie auf "Verbinden" tippen

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QR-Bild ablegen, den WIFI:-String einfügen oder die Kamera nutzen. Das Ergebnis zeigt Netzwerkname, Sicherheitstyp, maskiertes Passwort und kennzeichnet Ähnlichkeiten mit hochimitierten Marken-SSIDs.

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